Leichte Sprache

Hambacher Gespräche 2024


Das erste Hambacher Gespräch liegt hinter uns. Am 23. Mai diskutierten der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling und der Jurist sowie frühere Richter am Bundesverfassungsgericht Udo Di Fabio zum Thema 75 Jahre Grundgesetz.

(c) Kai Mehn


In diesem Jahr folgen noch drei weitere Gespräche zum Leitthema „Vertrauenssache Demokratie“:

Dienstag, 25. Juni, 19 Uhr

Gute Demokratie, schlechte Politik?

Vertrauen in das politische Personal

Die Unterstützung für die Demokratie als Regierungsform ist in Deutschland relativ stabil. In bedenklichem Sinkflug befindet sich jedoch das Vertrauen in die politischen Institutionen und noch stärker in das politische Personal. Das gesellschaftliche Ansehen von Politikerinnen und Politikern sowie das in sie gesetzte Vertrauen befinden sich auf einem historischen Tiefstand.

Wo liegen die Gründe für diesen Vertrauensverlust? Inwieweit beeinflussen die mediale Berichterstattung oder auch fiktive Politserien unser Politikerbild? Welchen Anteil hat der Aufstieg des politischen Populismus an einem Klima des Misstrauens gegenüber „der“ Politik? Und ist demokratische Politik ohne ein Grundvertrauen in das politische Personal überhaupt möglich?

Über diese und weitere Fragen diskutieren Franziska Brandmann, Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, sowie der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte.

(c)Laurence Chaperon

Franziska Brandmann (*1994): seit 2021 Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Mitglied im Bundesvorstand der FDP

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte (*1958): seit 2003 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen; seit 2006 Direktor der „NRW School of Governance“

Begrüßung: Prof. Dr. Manuela Glaab (Frank-Loeb-Institut an der RPTU Kaiserslautern-Landau)

Moderation: Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss)


Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr

Mehr Bürgerbeteiligung wagen?

Vertrauen in die Bevölkerung

„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, heißt es in Artikel 20 des Grundgesetzes. Bislang geschieht das vor allem durch die Wahl von Parlamenten. Immer lauter wird jedoch die Forderung, den Souverän stärker an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Dies kann entweder direkt geschehen, etwa durch Volksabstimmungen – oder indirekt, durch Bürgerräte und andere innovative Instrumente der Partizipation. Eine umfassendere Bürgerbeteiligung setzt einen Vertrauensvorschuss in mündige Bürgerinnen und Bürger voraus.

Doch sind alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen in der Lage, ihre Alltagsexpertise einzubringen, Mehrheiten zu finden und dabei auch die Belange von Minderheiten angemessen zu berücksichtigen? Und wie viele Bürgerinnen und Bürger sind überhaupt bereit, sich regelmäßig politisch zu engagieren?

Mit:

  • Ralf-Uwe Beck, Bürgerrechtler und Bundesvorstandssprecher „Mehr Demokratie“
  • Prof. Dr. Ortwin Renn, emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Stuttgart

Donnerstag, 7. November 2024, 19 Uhr

Marktkräfte, Bürokratie und soziale Verantwortung. 

Vertrauen in die Wirtschaft

Vertrauen in die politischen Institutionen allein ist in einer Demokratie nicht ausreichend. Auch ein gewisses Vertrauen in die Wirtschaft ist notwendig: Materielle Sorgen und Existenzängste treiben Menschen dem Populismus zu. Vertrauen in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes kann dem entgegenwirken. Hingegen sinkt das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Demokratie, wenn Unternehmen das in sie gesetzte Vertrauen enttäuschen oder wenn der Staat nicht in der Lage ist, attraktive Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen zu schaffen.

Muss die Politik der deutschen Wirtschaft mehr zutrauen, um sich freier und innovativer entfalten zu können? Oder schadet ein zu großes Vertrauen in die Wirtschaft der Demokratie, etwa wenn freiwillige Selbstverpflichtungen scheitern oder ungehemmte Lobbyismus zu viel Einfluss gewinnt? Und gelten die Vorzeichen der Sozialen Marktwirtschaft – einst Grundpfeiler der deutschen Demokratie – auch in Zeiten der globalisierten und digitalisierten Ökonomie noch?

Mit:

  • Peter Altmaier, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Energie
  • Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Der Eintritt zu allen Hambacher Gesprächen ist frei.

Anmeldungen richten Sie bitte mit Vor- und Zunamen an: hambachergespraech@hambacher-schloss.de

Hier finden Sie den Programmflyer als PDF zum Download.

 

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Frank-Loeb-Instituts an der RPTU Kaiserslautern-Landau und der Stiftung Hambacher Schloss

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