Demokratieforum: „Einheit, Freiheit, Populismus – Föderalismus im Stresstest“
Ist die föderale Struktur unserer Republik ein Bollwerk der Demokratie oder ein Einfallstor für Extremismus? Das SWR Demokratieforum wirft einen kritischen Blick auf die Bundesländer und ihre politische Lage. Vier Landtagswahlen und die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zeigen 2026 wegweisend, wie es um die Demokratie in den Ländern und in Deutschland steht.
Was macht es mit der Politik, wenn in Landtagen die AfD zunehmend präsenter wird? Wie resilient sind Minderheitsregierungen? Wie viel „Brandmauer“ können Landtage leisten, während besonders in der Kommunalpolitik von der AfD politische Strukturen von unten ausgehöhlt werden?
Wirkt der Föderalismus als Schutzmechanismus gegen solche Entwicklungen – oder bietet er Populisten aller Couleur sogar zusätzliche Angriffsflächen? Besteht beim föderalen System insgesamt Reformbedarf?
Das SWR Demokratieforum fragt kritisch und scharf nach – auch und vor allem mit welchen Strategien die Parteien der Mitte versuchen, diesen besonderen Herausforderungen zu begegnen.
Mit SWR-Moderator Michel Friedman diskutieren u. a. der SPIEGEL-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit (li.) und Wolfgang Schroeder (re.), Politikwissenschaftler an der Universität Kassel.

Der Eintritt ist frei.
Wir bitten um verbindliche Anmeldung per Mail an:
demokratieforum@hambacher-schloss.de
Wofür steht das SWR Demokratieforum Hambacher Schloss?
In der Tradition des Hambacher Fests und dem hiermit verbundenen Geist der Meinungsfreiheit und der Bürgerrechte diskutieren lebenserfahrene und streitlustige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft auf dem SWR Demokratieforum Hambacher Schloss. Politische, gesellschaftliche und kulturelle Themen von grundlegender Bedeutung werden aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln aufgegriffen.
Im Zentrum der kontroversen Debatten steht der „Geist der Gegenwart“ und die zentrale Frage, welche Werte, Ideen und Konzepte künftig unsere Gesellschaft noch zusammenhalten. Das kritische Bürgerforum bietet eine Bühne für substantielle Diskurse und fairen Konfliktaustausch.
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Moderator des SWR Demokratieforums: Michel Friedman

(c) Nicci Kuhn
Viermal im Jahr streitet er 90 Minuten lang mit seinen Gästen über Demokratie. Sein Ziel: Die Zuschauenden und Diskutierenden sollen mit Fragezeichen im Kopf nach Hause gehen und weiter über das Thema des Abends nachdenken. Verkürzte Darstellungen und plakative Statements mag er nicht.
Sich für Demokratie einsetzen, das ist Michel Friedman auch persönlich ein Herzensanliegen: „Demokratie bedeutet leben, Mensch sein. Ich möchte, dass auch meine Kinder frei leben.“ Gerade jetzt sei es entscheidend, sich für die Demokratie zu engagieren. „Wenn sich Demokraten und Demokratinnen jetzt nicht für die Demokratie engagieren, werden sie eines Tages nicht sagen können, ´Ich habe von nichts gewusst. Ich wasche meine Hände in Unschuld‘.“
Der deutsch-französische Publizist Michel Friedman wurde 1956 in Paris geboren und lebt in Frankfurt. Beim Berliner Ensemble empfängt er seit 2017 regelmäßig Gäste für das Format „Friedman im Gespräch“. Im Jüdischen Museum Frankfurt ist er als Moderator Teil der neuen Veranstaltungsreihe „Denken ohne Geländer“.
2023 erschien sein Buch „Schlaraffenland abgebrannt. Von der Angst vor einer neuen Zeit“. Friedman war jahrelang stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie Herausgeber der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. Als Moderator wurde er mit der Sendung „Vorsicht! Friedman“ bekannt.
