Das Hambacher Schloss aktuell

Geschichte zum Anfassen – das ist die Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“. So lebendig, anschaulich, farbig und voller Bezüge zur Gegenwart werden die historischen Ereignisse hier dargestellt. Sie richtet sich an Besucher aller Altersklassen, eignet sich jedoch besonders für Schulklassen und Bürger, die ihr Wissen um die deutsche Geschichte aufpolieren und vertiefen wollen.
In verschiedenen Abschnitten erlebt der Besucher hier die französische Revolution, ihre Ausläufer bis hin zum Rhein Ende des 18. Jahrhunderts, das Leben unter französischer Herrschaft von 1789 bis 1814 und die politische Neuordnung und Restauration als wichtige Stationen auf dem Weg zum Hambacher Fest.

Diesem Ereignis selbst wird natürlich großer Raum eingeräumt: An die Hand genommen von der „Winzertochter Anna aus Dürkheim“, dem „Studenten August aus Heidelberg“, der „Schreinergattin Katharina aus Neustadt“, dem „Arzt Heinrich aus Kaiserslautern“ und schließlich dem „Journalisten Johann aus Frankfurt“ sieht der Besucher der Ausstellung die Ereignisse jener Tage aus verschiedenen Blickwinkeln und bekommt somit ein gutes Gespür für das politische Klima im Deutschland des 19. Jahrhunderts.

Konfrontiert mit den Forderungen nach Einheit und Freiheit sowie europäischer Solidarität in den Reden zum Hambacher Fest reist man durch die Geschichte: Die Lebenswelt von 1800 bis 1850, die Märzrevolution von 1848, die Frankfurter Nationalversammlung, das Paulskirchen-Parlament, die Weimarer Verfassung von 1919 und schließlich die Katastrophe des Nationalsozialismus sowie der demokratische Neuanfang mit dem Grundgesetz von 1949 präsentieren einem die deutsche Historie im Zeitraffer und schärfen das Gespür für die Notwendigkeit dessen, wofür das Hambacher Fest 1832 die schwarz-rot-goldene Fahne wehen ließ, nämlich für Freiheit und Einheit.


Während der Umbauphase von 2006-2008 nach den Plänen von Max Dudler wurde in das betagte Gemäuer harmonisch modernste Seminar- und Bühnentechnik integriert und das Hambacher Schloss barrierefrei erschlossen.
Das neue Nutzungskonzept versteht das Hambacher Schloss nicht nur als historische Stätte, sondern auch als modernes Tagungszentrum und Kulturhaus. Denn Kultur hat Ihren festen Platz im Hambacher Schloss, seit dort im Mai 1832 Bürgerinnen und Bürger das große Hambacher Fest für ein vereintes demokratisches Deutschland feierten. Schon damals verliehen Sie Ihren politischen Forderungen in Musik, Dichtung, Diskussion und Reden Nachdruck.

All dies findet auch im wieder eröffneten Hambacher Schloss statt- unter optimalen technischen und räumlichen Voraussetzungen statt. Dem Besucher wird ein facettenreiches Veranstaltungsprogramm geboten, das von politischen Diskussionen über politisches Kabarett, einer Kindertheaterreihe und klassischen Konzerten und einiges mehr reicht.

Das Restaurant 1832 umsorgt die Gäste kulinarisch und verwöhnt mit unverfälschten Gaumenfreuden.

Der Festsaal und der Siebenpfeiffersaal stehen als Tagungs- und Veranstaltungsort oder als Hochzeitskulisse oder für private Veranstaltunge bereit.

Und den Blick vom Hambacher Schloss auf den Speyerer Dom genießen schon heute jährlich mehr als 100.000 Besucher.


Dauerausstellung
Hinauf, hinauf zum Schloss!

Öffnungszeiten Schloss und Ausstellung
April bis Oktober: 10.00 - 18.00 Uhr
November bis März: 11.00 - 17.00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: € 4,50
Schüler, Studenten: € 1,50

Menschen mit Behinderung: € 2,50
Gruppen (ab 10 Personen) pro Person: € 3,50
Familienkarte (2 Erwachsene mit Kindern bis 18 Jahre): € 9,50
Kinder unter 6 Jahren frei

öffentliche Führungen ohne vorherige Anmeldung:
April bis Oktober: 11:00 Uhr, 12.00 Uhr, 14:00 Uhr, 15:00 Uhr, 16.00 Uhr
November bis März: Sa., So., Feiertag 11:00 Uhr, 12:00 Uhr, 14.00 Uhr

Gruppenführungen und weitere Führungsangebote (Führungen außerhalb der Öffnungszeiten, Workshops, inszenierte Führungen u.v.m.)  nach vorheriger Anmeldung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Informationen: Telefon: 06321 926290, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!