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Demokratie-Forum Hambacher Schloss / Verlegt vom 25.11. auf den 17.11.2020
Dienstag 17 November 2020, 19:00

 

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Demokratie-Forum Hambacher Schloss

Im Mittelpunkt des kommenden Demokratie-Forums Hambacher Schloss steht die Europäische Union - ungefähr einen Monat bevor die deutsche EU-Ratspräsidentschaft endet.

Der Traum eines geeinten, friedlichen Europas, wirtschaftliche Zusammenarbeit, gemeinsame Werte – vielen Menschen fällt es schwer, sich an die Grundideen der Europäischen Union zu erinnern. Wie kann neue Begeisterung und Leidenschaft für die EU entfacht werden und ein neues europäisches Wir-Gefühl entstehen?

Während auf der einen Seite ein Milliarden-Hilfspaket die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abfedern soll, gleicht die Situation vieler geflüchteter Menschen in der EU einem Albtraum. Bilder von überfüllten Zeltstädten in Griechenland, in denen Tausende unter teils menschenunwürdigen Bedingungen ausharren, gingen um die Welt. Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union definiert Rechte und Freiheiten aller Menschen, die in der EU leben. Hehres Ziel oder gelebte Realität?

Zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft geht es auf dem Hambacher Schloss um künftige Herausforderungen und Visionen für die EU. Am 17. November spricht Moderator Michel Friedman mit der österreichischen Journalistin Sophie Menasse, dem langjährigen Europa-Politiker Daniel Cohn-Bendit und dem Mainzer Historiker Prof. Dr. Andreas Rödder.

Folgt man Daniel Cohn-Bendit, braucht es eine Neugründung, in jedem Fall aber eine Stärkung der EU – auch auf die Gefahr hin, dass nicht alle Mitgliedsstaaten weiter dabei sein wollen. Die überzeugte Europäerin Sophie Menasse sagt, die EU müsse darauf reagieren, dass eine signifikante Anzahl von EU-Bürgern ein transnationales Leben führt. Der Mainzer Historiker Prof. Dr. Rödder sieht einen stetigen Machtzuwachs der EU hingegen kritisch. Er sagt, die Nationalstaaten seien beispielsweise in der Pandemie die entscheidenden Akteure gewesen – und das sei gut so!

Liegt in der Subsidiarität - also dem Prinzip, Verantwortlichkeiten auf die kleinstmögliche Ebene zu verlagern - ein Weg, um europäische Ziele zu erreichen oder braucht es mehr Kompetenzen für die Institutionen der EU? Der Klimawandel und seine globalen Folgen, Migration, Wirtschaftskrisen, Terrorismus oder Pandemien: Viele Probleme des 21. Jahrhunderts lassen sich nicht allein auf nationaler Ebene bewältigen, da sind sich Experten einig. Aber wie können tragfähige Lösungen gefunden werden, wenn 27 national gewählte Regierungschefs mit unterschiedlichsten Vorstellungen Kompromisse finden müssen?

 

Moderation:

Prof. Dr. Dr. Michel Friedman

Pressefoto Michel Friedman by Nicci Kuhn web 175

Bild: Nicci Kuhn

 

Aufgrund der Corona-Pandemie ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, ob am Dienstag 17. November Zuschauer empfangen werden können.

Die Veranstaltung wird im Livestream online übertragen und außerdem am 22. November um 9 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt.

 

Sie haben das letzte Demokratie-Forum am 23.09.2020 mit Bundestagspräsident Dr. Schäuble zum Thema "Was macht Angst mit der Demokratie"  verpasst?

Der SWR dokumentiert die Demokratieforen. Die aktuellen und früheren Aufzeichnungen können sie unter  www.swr.de/demokratieforum anschauen.