Ausbau der Schlossruine 1967-1969 + 1980-1982

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Hambacher Schloss als "Wiege der Demokratie" wieder entdeckt. Um das Denkmal bildungspädagogisch zu nutzen, begann 1967 der Ausbau nach Plänen von Oberbaurat Jakob Straub. Die Bauruine August Voits erhielt ein flach geneigtes Dach, dreibahnige Fenster und eine Treppe im Oktogon auf der Südseite. Der neue Festsaal im Nordflügel der Burg nahm alle drei Geschosse des mittelalterlichen Baus ein und erhielt eine einfache Betondecke. Auf seiner Ost- und Südseite wurden Emporen eingezogen.

Nach Entwürfen von Helmut Augeneder und Horst Römer wurde die Anlage 1980-82 saniert, neu erschlossen und ausgebaut. Im Festsaal wurde über der zweiten Fensterreihe eine Betondecke eingezogen und mit einer mächtigen Holzdeckenkonstruktion kaschiert. Das gewonnene Obergeschoss diente fortan als historisches Museum. An der Nordseite des Palas wurde ein Stuhllager angebaut. Im Süden entstand eine über die äußere Ringmauer auskragende Gaststätte in Fachwerkbauweise.

(Auszug aus der Broschüre "Freiheit, Gleichheit. Hambach." des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz, 2007/2008)