Die Ruine zur Zeit des Hambacher Festes um 1832

 

 

 

Der Niedergang der Burg begann im 16. Jahrhundert. Im zweiten Markgräfler Krieg 1552 erstmals zerstört, kam in den zum Teil reparierten Gemäuern ein Forstamt unter. Im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges zerstörten franösische Truppen im September 1688 die inzwischen verlassene Burg. 1701 - 1703 noch einmal notdürftig befestigt, verfiel die Anlage zunehmend. 1823 ersteigerten 16 Bürger aus Neustadt, Mussbach und Winzingen die Ruine für 625 Gulden. Für das beliebte Ausflugsziel bürgerte sich der Name Hambacher Schloss ein.

Das Hambacher Fest fand auf dem Terrain der Vorburg statt. Die bis heute in allen Geschichtsbüchern abgedruckte Lithographie von der Massenkundgebung vermittelt eine immer noch imposante, weitgehend geschlossene Burg-Kulisse. Doch das Bild trügt. Mithilfe zeitgleicher, objektiverer Ansichten und exakten Bauaufnahmen, die Architekt August Voit um 1843 machte, konnten die Bauforscher dieses allseitige Modell des 1832 erreichten Verfallsstadiums erstellen.

(Auszug aus der Broschüre "Freiheit, Gleichheit. Hambach." des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz, 2007/2008)