Aktuelles

  

Stiftung Hambacher Schloss stellt sich

gegen Versuche zur Vereinnahmung

des Hambacher Festes

10.05.2021. Die Stiftung Hambacher Schloss hat ein Maßnahmenpaket zur „Stärkung des Hambacher Schlosses als Ort der Demokratiegeschichte“ verabschiedet, mit dem sie ein Zeichen setzt gegen die Versuche der Vereinnahmung des Hambacher Festes und für eine von Respekt und Toleranz getragene Auseinandersetzung mit unserer Demokratie und ihrer Geschichte. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss und rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf stellte die Maßnahmen am 10. Mai der Öffentlichkeit vor. Sie zielen darauf ab, den Demokratie-Ort Hambacher Schloss zu stärken und der politisch motivierten Vereinnahmung des Hambacher Festes von 1832 zu widersprechen.

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„Das Hambacher Schloss ist seit dem Hambacher Fest 1832 ein Symbol der deutschen und europäischen Demokratie- und Freiheitsgeschichte. In unserem neuen Leitbild dokumentieren wir unser Bekenntnis zu diesem historischen Erbe. Zugleich weisen wir darin menschenfeindliche, antidemokratische und chauvinistische Anschauungen zurück“, so der Stiftungsvorsitzende. „Mit Sorge beobachten wir, wie in jüngster Zeit das Hambacher Fest, aber auch das Gedenken an andere Ereignisse und Personen der deutschen Geschichte von rechtspopulistischen, teilweise nationalistischen Kräften vereinnahmt wird. Hierbei ist eine Tendenz zur Enthemmung zu beobachten, die jeden Respekt vor der Geschichte und auch ihren Opfern vermissen lässt. In einer mit unserem Beirat abgestimmten Stellungnahme widersprechen wir einer solchen, rein politisch motivierten Vereinnahmung unserer Geschichte. Daher haben wir bereits rechtliche Schritte eingeleitet, um die Nutzung des Namens „Neues Hambacher Fest“ für diese Form der politischen Veranstaltungen zu untersagen. Zudem werden wir als Vorstand – notfalls mit rechtlichen Mitteln – die Durchführung von solchen Veranstaltungen zu verhindern versuchen, die dem Geiste dieses Ortes sowie der Satzung und dem Leitbild unserer Stiftung offen widersprechen.“

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v.l.: Markus Nöhl (Pressesprecher Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur), Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf, Dr. Kristian Buchna 

Laut geänderter Satzung vom 15. Dezember 2020 muss die Nutzung des Hambacher Schlosses dem friedlichen, freiheitlichen und solidarischen Geist des Hambacher Festes und der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland entsprechen. Eine neue Besucherordnung untersagt ferner die Durchführung von Veranstaltungen mit extremistischen, rassistischen, antisemitischen oder antidemokratischen Inhalten; ebenso ist es untersagt, in Wort, Schrift oder Gesten die Freiheit und Würde des Menschen verächtlich zu machen. Diese Besucherordnung gilt auch für sämtliche auf dem Schlossgelände stattfindenden Veranstaltungen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stiftung Hambacher Schloss die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters neu eingerichtet. So zeichnet der Historiker Kristian Buchna für die Bereiche Ausstellung, Veranstaltungen, Forschung und Vermittlung federführend verantwortlich und stärkt damit insbesondere die Programmarbeit als Teil jenes Maßnahmenpakets. Beim Pressegespräch unterstrich Buchna die Bedeutung des Erinnerns sowohl an die historischen Wurzeln als auch an die europäische Einbettung der Demokratie in Deutschland. Umso bedenklicher sei es, mit ahistorischen Vergleichen die freiheitliche Demokratie und ihre Träger zu delegitimieren. „Unsere Programmarbeit zielt darauf ab, die Verbundenheit mit unserer Demokratie in der kontroversen Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte und Gegenwart zu stärken. So werden wir etwa in unseren ‚Hambacher Gesprächen‘ über den Wert der Geschichte für unsere Demokratie diskutieren“, so Buchna. Ferner werden gemeinsam mit ‚Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.‘  Workshops sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für die Mitarbeitenden der Stiftung durchgeführt, in denen es um den Umgang mit Hassbotschaften und ausgrenzenden Äußerungen geht. Den Rahmen dieser Veranstaltungen bildet die Demokratiewoche der Stadt Neustadt an der Weinstraße, die vom 12. bis 16. Juli 2021 stattfinden wird.

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v.l.: Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf, Dr. Kristian Buchna 

Abschließend betonte der Stiftungsvorsitzende Wolf: „Das Hambacher Schloss ist und bleibt ein offener, demokratischer Erinnerungs-, Lern und Diskussionsort für alle Bürgerinnen und Bürger. Wir als Stiftung werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass auf dem Hambacher Schloss keine Veranstaltungen stattfinden, die dem demokratischen und europäischen Geist dieses Ortes offen widersprechen.“

Hintergrund des Maßnahmenpakets sind die in der Vergangenheit auf dem Hambacher Schloss durchgeführten rechtspopulistischen Veranstaltungen, die unter anmaßenden und irreführenden Bezeichnungen das Erbe des Hambacher Festes für sich zu reklamieren versuchten.

Anlagen:

- Stellungnahme der Stiftung Hambacher Schloss

- Leitbild der Stiftung Hambacher Schloss

- Auszug der Satzung der Stiftung Hambacher Schloss in der Fassung vom 15.12.2020

- Besucherordnung Hambacher Schloss

 

Resonanz:

- TV-Beitrag  SWR Aktuell RLP / 10.05.2021 -> https://t1p.de/m0vf (Weiterleitung -> ARD-Mediathek)

- Artikel Die Rheinpfalz / 10.05.2021 ->  https://t1p.de/aqww (Weiterleitung -> Die Rheinpfalz)

- Artikel epd via Mannheimer Morgen / 11.05.2021 -> https://t1p.de/zrzu (Weiterlietung -> Mannheimer Morgen)

 

 

Stiftung Hambacher Schloss stellt Historiker vor 

Minister Wolf: „Ein starkes Zeichen für den

Demokratie-Ort Hambach“

11.09.2020. Die Stiftung Hambacher Schloss verfügt mit dem Historiker Kristian Buchna erstmals über einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der künftig für die Bereiche Ausstellung, Veranstaltungen, Forschung und Vermittlung federführend zuständig ist. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss und rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf stellte Buchna heute der Öffentlichkeit vor und zeigte sich dort erfreut über die Verstärkung des Stiftungsteams: „Alle Mitstifter sowie Zuwendungsgeber haben die Errichtung dieser neuen Stelle unterstützt, um damit ein starkes Zeichen für den Demokratie-Ort Hambach zu setzen. Ich freue mich, dass wir mit Kristian Buchna einen profilierten Historiker gewinnen konnten, der uns dabei unterstützen wird, die Bedeutung des Hambacher Festes von 1832 für die deutsche und europäische Geschichte zu vermitteln und das Hambacher Schloss als einen Ort der lebendigen Diskussion über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Demokratie zu profilieren.“

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v.l.: Dr. Kristian Buchna, Minister Prof. Dr. Konrad Wolf

Beim Hambacher Fest vom Mai 1832 pilgerten rund 30.000 Menschen zum Hambacher Schloss, um für bürgerliche Freiheitsrechte, für die deutsche Einheit und für ein solidarisches Europa einzutreten. Die Erinnerung an diese positiven Traditionen der deutschen Demokratie hält Buchna, der zuvor für die überparteiliche Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart tätig war, für besonders wichtig: „Unsere Demokratie ist aktuell derart vielen Anfechtungen ausgesetzt, dass Orten der Demokratiegeschichte eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Sie erinnern an Wegmarken und Wegbereiter unserer Demokratie und sie sensibilisieren dafür, dass die Errungenschaften unseres freiheitlichen Rechtsstaates nicht nur hart erkämpft wurden, sondern stets aufs Neue verteidigt werden müssen.“ Neue Veranstaltungsformate sowie die bereits laufende Überarbeitung der Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ sollen laut Buchna dazu beitragen, das Profil des Hambacher Schlosses als lebendigen demokratischen Erinnerungs-, Lern- und Diskussionsort zu schärfen. Die Eröffnung der Ausstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

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Doch auch ein Fernziel haben die Vertreter der Stiftung bereits fest im Blick, wie ihr Vorsitzender Wolf betonte: „In zwölf Jahren feiern wir 200 Jahre Hambacher Fest. Und wie im Jahre 1832 soll es ein Fest der Freiheit, der Demokratie und eines solidarisch verbundenen Europas sein, das wir mit unseren Freundinnen und Freunden aus Deutschland und ganz Europa begehen möchten. Bei den Vorbereitungen auf das große Jubiläum wird uns Herr Buchna, der über vielfältige Veranstaltungs- und Publikationserfahrungen verfügt, tatkräftig unterstützen.“

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Dr. Kristian Buchna, geb. 1983, ab 14. September 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Hambacher Schloss. Studium der Neueren und Neusten Geschichte, Neueren Deutschen Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Augsburg; Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes; Promotion bei Prof. Dr. Andreas Wirsching mit der Studie: Ein klerikales Jahrzehnt? Kirche, Konfession und Politik in der Bundesrepublik während der 1950er Jahre (Historische Grundlagen der Moderne, Bd. 11), Baden-Baden 2014; 2013-2020: Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des deutschen Liberalismus; Demokratiegeschichte; kirchliche Zeitgeschichte; politische Ideengeschichte.

 

 

 

Konstituierende Sitzung des Beirates der Stiftung Hambacher Schloss

Vorstandsvorsitzender Wolf: „Gemeinsam für die Werte der Demokratie einstehen und populistischen Bewegungen entgegentreten“

25.08.2020. Am gestrigen Abend trat erstmals der neugegründete Beirat der Stiftung Hambacher Schloss zusammen. Der Beirat wurde eingerichtet, um die herausragende Bedeutung des Hambacher Schlosses als Symbol für die Werte der Demokratie, für Toleranz und die europäische Idee nachhaltig zu unterstreichen. Dazu wurden namhafte Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wissenschaft und Praxis in den Beirat berufen.

„Das Hambacher Fest 1832 war ein Fest der deutschen und europäischen Solidarität. Politische Flüchtlinge aus Polen wurden mit offenen Armen aufgenommen, die französischen Nachbarn reihten sich ein in den Festzug, man stand Seite an Seite mit Freiheitskämpferinnen und -kämpfern gleich welchen Standes, welcher Schicht oder Herkunft. Nationalismus ist mit dem Geist des Hambacher Schlosses nicht vereinbar“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss und rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf.

Mit der konstituierenden Sitzung am 24. August 2020 hat der Beirat seine Arbeit aufgenommen und wird zukünftig regelmäßig zusammenkommen, um die Stiftung Hambacher Schloss bei ihrer Arbeit zu beraten und zu unterstützen. Der Beirat wird künftig den Stiftungsvorstand wissenschaftlich und interdisziplinär begleiten. Insbesondere bei der aktuell anstehenden Überarbeitung der Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ als auch bei der Konzeption für das Jubiläumsjahr 2032. Bereits jetzt beginnen die Vorbereitungen für ein großes Fest der Freiheit, Demokratie und Freundschaft mit und für Menschen aus ganz Europa.

„Indem wir gemeinsam für die Werte der Demokratie einstehen, für die beim Hambacher Fest tausende von Menschen mutig, selbstlos und voller Zuversicht auf den Schlossberg gezogen sind, treten wir nationalistischen und populistischen Tendenzen deutlich entgegen“, unterstrich Minister Wolf weiterhin.

In den ehrenamtlichen, wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch orientierten Stiftungsbeirat wurden berufen:

  • Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
  • Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin a.D. und Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
  • Michael Garthe, Chefredakteur „Die Rheinpfalz“
  • Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
  • Dr. Sabine Klapp, Direktorin des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde
  • Prof. Dr. Olaf Köller, Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik
  • Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Prof. Dr. Catherine Maurer, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Straßburg
  • Rebekka Ostrop, ehem. Vorstandsvorsitzende des Europäischen Jugendparlaments e.V.
  • Dr. Simone Schelberg, SWR Landessender-Direktorin Rheinland-Pfalz
  • Dr. Hubert Wajs, Direktor des historischen Archivs in Warschau

Als Beiratsvorsitzender wurde für die kommenden fünf Jahre von den Beiratsmitgliedern Ministerpräsident a.D. Kurt Beck, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt, zu seiner Stellvertreterin Staatsministerin a.D. Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

 

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v.l.: Prof. Dr. Olaf Köller, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Ministerpräsident a.D. Kurt Beck, Rebekka Ostrop, Michael Garthe, Dr. Sabine Klapp, Minister Prof. Dr. Konrad Wolf, Prof. Dr. Catherine Maurer

 

 

Stiftung Hambacher Schloss aktualisiert Ausstellung –

Wolf: „2032 feiern wir zu 200 Jahren Hambacher Fest ein großes Fest der Demokratie!“ 

27. Mai 2020. 2032 feiert das Hambacher Fest 200jähriges Jubiläum. Grund genug, die Vorbereitungen für die große Feierlichkeit zu beginnen. Die Stiftung plant das Jubiläum gemeinsam mit der Stadt Neustadt, den Partnern des rheinland-pfälzischen Bündnisses „Demokratie gewinnt“ und der deutschlandweiten Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ zu begehen. Auch sollen die europäischen Stätten, die wie das Hambacher Schloss mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurden, in die langfristigen Planungen einbezogen werden.

„In zwölf Jahren feiern wir 200 Jahre Hambacher Fest. Das Fest der Freiheit, Demokratie und eines freundschaftlich verbundenen Europas ist uns auch heute politische Motivation. Dies wollen wir mit unseren Freundinnen und Freunden aus Deutschland und aus ganz Europa begehen. Ein denkwürdiges Ereignis, das Hambach und alle Demokratinnen und Demokraten verbindet. Der Countdown hat begonnen“, gab der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss und rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf am heutigen 188. Jahrestag des Hambacher Festes bekannt.

Während sich die Vorbereitungen für das Jubiläum 2032 noch im Frühstadium befinden, ist ein anderes wichtiges Projekt der Stiftung Hambacher Schloss bereits in vollem Gange. Seit fast zwölf Jahren erfreut sich die Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ großer Beliebtheit. Sie ist das Herzstück des Hambacher Schlosses und thematisiert greifbar, lebendig und voller Bezüge zur Gegenwart die spannenden Ereignisse rund um das Hambacher Fest.

„Es ist Zeit für eine Modernisierung der Dauerausstellung. Die Demokratie zu stärken und ihre Werte insbesondere jungen Menschen zeitgemäß zu vermitteln, soll noch umfassender in den Fokus gerückt werden. Dies gelingt dann, wenn wir die aktuelle Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen in den Blick nehmen und sie mit ihren Vorstellungen, Ideen und Zielen ernst nehmen“, erläutert Kulturminister Wolf.

Die Installation neuer Ausstellungstechnik und interaktiver Medienstationen ist hierfür ebenso vorgesehen wie die inhaltliche Erweiterung um die demokratiegeschichtlichen Ereignisse nach der deutschen Revolution von 1848/49. Besondere Berücksichtigung soll die Darstellung der europäischen Dimension des Hambacher Festes, die Vermittlung der europäischen Idee und der europäischen Werte finden. Das damit einhergehende Ziel der Mehrsprachigkeit der Ausstellungsinhalte steht ebenfalls auf der Agenda.

Ein weiteres für die Stiftung Hambacher Schloss wichtiges Anliegen ist die Ausweitung der Barrierefreiheit und des musemspädagogischen Angebotes, welches beispielsweise um eine Führung für Menschen mit Demenz erweitert werden soll.

Das Konzept für die inhaltliche Aktualisierung wird derzeit vom Institut für geschichtliche Landeskunde der Universität Mainz erarbeitet, das Konzept für die Gestaltung vom Büro schwarz-düser • düser museumsgestalter aus Karlsruhe. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2022 geplant. Bis dahin ist die derzeitige Dauerausstellung nach wie vor täglich geöffnet.

 

 

STIFTUNG HAMBACHER SCHLOSS BEKOMMT NEUE WISSENSCHAFTLICHE STELLE  - 

WOLF: „WIR WOLLEN DIE DEMKORATIE-ARBEIT STÄRKEN“

28.02.2020. Das Team der Stiftung Hambacher Schloss erweitert sich. Eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler soll die wichtige Kultureinrichtung weiterentwickeln und insbesondere die Geschichtsvermittlung sowie die Demokratiearbeit auf dem Schloss stärken. Bewerben können sich auf die aktuelle Ausschreibung vor allem Personen, die neben einem abgeschlossenen Geschichtsstudium auch über Erfahrungen in der Konzeption, Entwicklung und Durchführung von wissenschaftlichen Projekten verfügen. Das Land beteiligt sich an der Finanzierung der neuen Stelle mit jeweils 50.000 Euro jährlich.

„Das Hambacher Fest und das Schloss sind Wiege unserer Demokratie. Wir alle merken, dass wir uns für den Erhalt unseres offenen und demokratischen Miteinanders stärker einsetzen müssen. Mit der Einrichtung einer neuen wissenschaftlichen Stelle wollen wir die Vermittlung unserer Geschichte und Demokratie am Hambacher Schloss stärken“, begründete der Vorstandsvorsitzende der Stiftung und rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf die Schaffung der neuen Position. „Ich freue mich, dass alle Mitglieder der Stiftung die Einrichtung der Stelle klar unterstützen. Das ist ein deutliches Zeichen für den Demokratie-Ort Hambach und seiner enormen Bedeutung für die deutsche und europäische Geschichte.“

Das Schloss nimmt eine zentrale Position für die politische Bildung in Rheinland-Pfalz ein. Mit der Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ zum Hambacher Fest 1832 und zur Demokratiegeschichte, den museumspädagogischen Angeboten sowie dem vielfältigen Veranstaltungsangebot ist es ein etablierter außerschulischer Lernort, Symbol deutscher Geschichte und lebendiger Schauplatz europäischer Demokratie. Zu den zukünftigen Aufgaben der neu eingerichteten Stelle gehören die Weiterentwicklung der 2006 eingerichteten Dauerausstellung, die Konzeption und Koordination der politisch-historischen Veranstaltungen sowie die Vernetzungsarbeit.